Blogbeitrag Klinke VIII

Hallo zu meinem achten Blogeintrag !

am Mittwoch um 17.00 Uhr war es also soweit, das  Ende der Testphase….

Für Mittwoch war ja dann auch im letzten Blogeintrag angekündigte “Alles nicht oder Trading “  auf
dem Plan. Nur leider – wie so oft – kommt es erstens anderes und zweitens als man denkt.
Aufgrund bestimmter Beschwerden in der Nacht auf den Mittwoch sah ich mich genötigt den
Onkel Doktor gleich am Mittwochmorgen aufzususchen. Anstatt das dieser mich aber  – nach
seinen reichlichen Uutersuchungen – mit einer Pille oder ähnlichem wieder entlässt teile er mir
sinngemäß folgendes mit: “Gehen Sie  ins Krankenhaus. Begeben sie sich sofort dahin, gehen
nicht über Los und ziehen keine Euro ein” Leider hatte ich auch keine Krankenhausfreikarte mehr.
Meim packen meines Köfferchens telefonierte ich dann noch mit einem sehr freundlichen Mitarbeiter
des Hauses Hanseatics um wenigstens einen Trade mit dem quasi höchst möglichen Risiko zu platzieren.
Gewählt hatte ich den von Nancy erwähnten ADP-Arbeitsmarktbericht von November (danke dafür
an Nancy).  Da der DAX bei Newsveröffentlichung gerne die Orders auf der anderen Seite erst abholt
und ich morgens aus obigem Grund auch keine Orders aufgeben konnte, fiel aber die Entscheidung
anstattdessen EUR/USD zu nehmen.

Zum Zeitpunkt der Newsveröffentlichung war ich bereits im Krankenhaus  ( nach Ablauf der Testphase hatte ich
keine Möglichkeit mehr ins geschlossene Konto zu schauen ) kann mir also nur anhand des Kontostandes/
dem Chart von diesem Tag ausmalen wie der Trade ungefähr  gelaufen sein müste.

Sehr sehr Schade, es hätte mich unglaublich gefreut auf diese Weise für eine gute Sache Geld spenden zu können !
( wobei ich natürlich ausdrücklich nicht sagen kann ob es überhaupt besser gelaufen wäre wenn ich mich den Tag über
hätte aktiv kümmern können ) Vielen lieben Dank auch nochmal an den Herrn von Hanseatic der mir da
telefonisch weitergeholfen hat.

Bevor ich noch ein Fazit zum Test ziehen werde, möchte ich auf eine Frage von Sacha eingehen – die denke
ich durchaus auch andere interessieren könnte – und hier den Platz nutzen um etwas generelles
über drei Arten von Forex-Brokern und womit dort das Geld verdient wird zu schreiben.
Damit dürfte sich die Frage bzgl. des Abfischens von Stops etc. von selbst klären.
Natürlich ist dies allgemein gehalten – Ausnahmen wird es aus irgendwelchen Gründen  immer geben  -
und keinem der dort als Beispiel genannten Brokern will ich irgendetwas unterstellen. Die genannten Namen
dienen nur jeweils als Beispiel für eine der dort genannten Brokerarten. Wie immer handelt es sich hierbei
auch nur um meine persönliche Ansicht ;-)

1. Als erstes hätten wir die FX-Broker die sogenannte Market Maker sind und über ein eigenes
Dealing Desk verfügen. Ein Beispiel für einen solchen Broker ist CMC Markets.
Erträge für den Broker können hier zum einem aus dem Spreads zwischen Kauf und Verkaufskursen
generiert werden. Da der Broker die Kurse selber stellt liegt es in seiner eigenen Verantwortung
ob er sich gegen die Geschäfte seiner Kunden hedged. Angenommen der Broker hedged sich nicht
- oder nur teilweise – würde dieser an den Verlusten seiner Kunden zusätzliches Geld verdienen.
Wenn man nun überlegt wie hoch der Prozentsatz derer ist die Ihr Geld verlieren (im FX Bereich liest
man immerwieder etwas von 90 %…woher auch immer diese Zahl stammen mag), kann man sich
selbst ausrechnen was den für Broker wirtschaftlicher wäre und ein Interessenkonflikt ist somit bereits
vorprogrammiert. Aber nochmal, ich möchte dem oben genannten Broker dies in keinster Weise
unterstellen, war bloss der erste/ größte Anbieter in Deutschland der mir eingefallen ist und der
selbst Market Maker ist.

2. Als zweitens hätten wir die sogenannten STP Broker ohne eigenes Dealing Desk (zuerstmal egal
ob IB oder nicht). Ein Beispiel für einen solchen Broker ist im MT4 Bereich auch das Hanseatic Brokerhouse.
Hier werden die Kurse nicht selbst gestellt sondern bei den angeschlossenen “Liquidity Providern” ermittelt.
In der Regel handelt es sich hierbei um 4 große Banken (z.B. Deutsche, Citi, RBS, UBS ) oder in letzter
Zeit auch öfters um Plattformen wie currenex in der noch mehr Anbieter vereint sind.
Das einzige was der Broker hier jetzt macht ist die Order eben in dieses Netzwerk weiterzuleiten, so den
jeweils günstigsten Kurs zu ermitteln und die Order für den Kunden auszuführen. Hier liegt am Rande
bemerkt auch der Unterschied zwischen einem Demo und einem echten Konten. Bei einem
Demo-Konto bekommt man sofort den Kurs den die Plattform amzeigt, beim echten Konten wird
die Order zum Liquidity Provider durchgeroutet und dann erst ausgeführt. Übrigens auch ein Grund warum
meist die Ergebnisse bei EA/Strategie-Tests zwischen Demo- und Echtkonto unterscheiden.
Auf den von dem Liquidity Provider zur Verfügung gestelltem Geld/Brief Kurs schlägt der STP Broker
nun noch seine Marge – z.B. 0,5 Pips – was dann auch das einzigste ist womit ein STP Broker sein Geld
verdient. Ob der Kunde Geld verdient oder verliert hat somit keinen Einfluß auf den Ertrag des
Brokers, also besteht hier auch kein Interessenkonflikt. Hier ist es vielmehr im Sinne des
jeweiligen Brokers, dass der Kunde möglichst viele Trades durchführt und somit Ertrag für
die Firma erwirtschaftet. Deswegen sollte es im Interesse eines STP Brokers der nachhaltig
wirtschaften will liegen, dass seine Kunden glücklich sind (Gewinne machen…), damit sie auch in
in der Zukunft fleissig Trades platzieren können.

3. Als drittens hätten wir noch die ECN Broker ohne eigenes Dealing Desk.
Ein Beispiel für einen solchen Broker findet sich in den instituionellen Konten von Dukascopy.
Die Technik ist hier im Grunde die gleiche wie bei den STP Brokern, allerdings schlägt der
Broker keine Marge auf die von den Liquidity Providern gestellten Kursen. Somit ist
der Spread theoretisch etwas geringer als der von STP-Brokern. Da es sich aber
natürlich auch bei einem ECN Broker nicht um die Wohlfahrt handelt, werden hier für jeden
Trade Gebühren/ Komission genommen.  Da diese Gebühren bei kleineren Lotgrößen meist
höher ausfallen als der leicht größere Spread beim STP kostet, lohnt es sich für den
“Otto-Normal-Trader” im Regelfall nicht einen ECN-Broker zu wählen.
Ferner funktionieren einige EA – oftmals besonders bei den günstigen – nicht bei ECN Brokern.

Das ganze ist jetzt natürlich nur eine allgemeine Kurzfassung der Situation und Brokervariationen die es am
Markt so gibt, denke aber das dass schon ein wenig Licht in die Situation bringt wo soetwas wie
Stopps abzufischen  – wenn überhaupt -  nur Sinn machen würde….

Kommen wir zu meinem Fazit zur Plattform:

Metatrader halt, eine absolut stabile Platttform die durch die offenen Schnittstellen für
Handelssysteme, Indikatoren etc.in Kombination mit der weiten Verbreitung absolut
ungeschlagen in Punkto Flexibilität ist. Nicht ohne Grund habe ich schon vor dem
Test mit dieser Software gearbeitet ;-)

Meines Erachtens läst  sich der Metatrader auch relativ schnell von Leuten bedienen
die noch keinen Kontakt zu der Software hatten. Natürlich sollte man trotzdem
- wie bei absolut jeder Plattform – vor dem richtigem Handel mit den grundsätzlichen
Funktionen der Software vertraut sein. Hier empfiehlt es sich dann zuerst mit eine
Demo-Plattform zu testen, was beim Metatrader von Hanseatic auch keinerlei Problem
darstellt. Zumindest konnte ich kein Windows Betriebssystem zwischen Win 2000 und Win 7
finden auf dem die Plattform nicht innerhalb weniger Minuten einsatzbereit war.

Die Ordergeschwindigkeit hat sich – wie in anderen Beiträgen bereits erwähnt – im
Laufe des Tests erheblich verbessert und liegt voll in dem für den Metatrader üblichen
Bereich. Noch am Freitag nachmittag habe ich mit einem Metatrader Konto – das
an einen anderen Liquidity Provider angeschlossen ist – kurzfristige Trades getätigt.
Die Zeit für die Ausführung war absolut vergleichbar. Hierbei handelte es sich
auch nicht um eine Testplattform sondern ein stinknormales Echtgeldkonto.

Das einzigste was ich noch eher suboptimal finde  und bisher von keiner anderen MT4
Installation kenne ist die sporadisch auftauchende Fehlermeldung “Trade Kontext besetzt”.
Allerdings läst sich diese durch einen einfachen Neustart der Software auch sehr schnell
beheben. Ferner bin ich guter Dinge das diese Meldung – welche bei mir
zum Ende sowieso schon deutlich seltener aufgetreten ist – demnächst auch erledigt ist.

Somit sehe ich im gesamten auch kein Problem diese ab jetzt Plattform zukünftig selber
zu nutzen oder ihr quasi eine “Handelsfreigabe” zu erteilen ;-)

Für mich persönlich hat der Test – mal von der Spende abgesehen – genau das gebracht was
er sollte. Zum einen hatte ich einfach Spaß daran ein echtes (Test)Konto mal ohne wirkliche
Rücksicht auf Verluste zu testen und damit gleichzeitig meine “Pflicht” gegenüber
dem Hanseatic Brokerhaus erfüllen zu können.

Zum anderen hatte ich so auch die Möglichkeit bestimmte Handelsansätze -  die bisher
bestenfalls in einer Demo getestet wurden – auf einem Echtkonto zu überprüfen.
Wie so oft gab es hier durchaus Ansätze die in der Theorie/ Demo durchaus gut
erscheinen, aber dann in der Praxis/ auf einem Echtgeldkonto im Grunde mehr oder
weniger versagen.

Besonders gefreut hat mich dabei dann auch einen  – fast schon erschreckend einfachen -
Ansatz getestet zu haben der viel viel besser performte als ich zu hoffen gewagt hätte.
Dieser wird jetzt vorrausichtlich auch in Kürze ein reguläres Konto übernommen, alleine
dafür hätte der Test sich für mich schon gelohnt :-)

Bleibt noch mich bei meinem Mittestern sowie natürlich besonders dem Team vom Hanseatic
Brokerhouse vielmals zu bedanken, mir hat es viel Spaß gemacht. Außerdem könnt ihr Ihr
sicher sein…ich werde euch weiter auf den Keks gehen^^

Möge die Wahrscheinlichkeit mit euch sein…^^

Gruß

Klinke

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